Wir wollen uns diese Woche auf unsere Stärke besinnen

Oft fühlen wir uns überwältigt von all dem, was auf uns einstürmt, vor allem im Alltag – so viele Aufgaben, Anfragen, Menschen, Ideen und auch so viel, was wir von uns selbst verlangen. Alles soll toll laufen, wir wollen das perfekte Zuhause, eine großartige Leistung bei der Arbeit, sportlich sind wir und ein abwechslungsreiches Privatleben soll auch noch her.

Kein Wunder, dass wir uns erschöpft fühlen. Hinzu kommen noch langfristige Ziele – der Familie soll es gut gehen, die Karriere soll laufen, Vermögen soll aufgebaut werden undsoweiterundsofort. Das ist viel auf einmal, und es vergisst, worauf unser ganzes Leben beruht – nämlich auf unserer inneren Kraft, die alles steuert und zusammenhält und letztlich auch antreibt.

Was ist nun die Quelle unserer Kraft? Woher kommt das? Wie verwalten wir das? Was kostet uns Kraft, was gibt uns Kraft? Gibt es Krafträuber in unserem Leben? Wie stärken wir das, was uns kräftigt und nährt? Es gibt allgemeine Erkenntnisse, dass die Kraft, von der wir leben, aus der Verbundenheit kommt, die uns alle nährt. Daraus ergibt sich, dass es uns gut tut, wenn wir diese Verbundenheit kennenlernen und oft in sie eintreten. Wie das geht, ist für jeden ein bisschen anders, aber jeder weiß letztlich selbst, wenn er sich in einer stillen Stunde fragt, was sein eigener Weg ist. Ich beispielsweise verbinde mich in der Meditation mit dem, was größer ist als wir alle, und ich verstärke diese Verbundenheit durch möglichst viel Aufenthalt in der freien Natur. Dann gibt es individuelle Umstände, zum Beispiel, was uns Kraft kostet und was uns Kraft gibt. Wer eine Familie hat, weiß, dass Kinder beides gleichzeitig tun – uns Kraft rauben und uns soviel geben, dass wir sie trotz allen Aufwandes nicht mehr missen wollen. Aber es gibt auch fast in jedem Leben Umstände oder Menschen, die uns Kraft koste und uns nicht gut tun. Wenn wir uns die Zeit nehmen, darüber mal in Ruhe nachzudenken, wissen wir auch, wer oder was das ist.  Wir wissen aber auch, was uns stärkt in unserem Leben, welche Menschen uns stützen, uns erleuchten und stärken, oft genauso, wie wir sie.

Ich glaube, dass wir sehr viel stabiler glücklich und zufrieden sind, wenn wir mit unserer Kraftressource achtsam umgehen – und zwar ohne dass wir dafür an den äußeren Umständen unseres Lebens viel ändern müssen. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf unseren Krafthaushalt richten, können wir durch feine Justierungen viel verändern.

Lasst uns diese Woche achtsam sein mit uns und unserer Kraft, den Wegen nachspüren, wo sie schwindet, aber noch mehr den feinen Wegen, auf denen sie zu uns kommt. Lasst uns das verstärken, was uns nährt, und uns besser schützen gegen das, was uns auszehrt.

Ich wünsche uns allen eine liebevolle und achtsame Woche.