Lasst uns diese Woche etwas Besonderes für uns selbst tun!

Der Vollmond am letzten Samstag mitsamt Mondfinsternis, auch wenn ich diese nicht gesehen habe, war sehr kraftvoll. Wir leben in herausfordernden Zeiten – alles verändert sich rasend schnell und vieles ist nicht besonders ermutigend, was ich morgens in den Nachrichten höre. Um so wichtiger ist, dass wir uns selbst im Auge behalten.

Meine Reaktion auf äußere Ereignisse wird maßgeblich davon bestimmt, von welchem Platz aus ich sie betrachte und erlebe. Wenn ich mich sicher fühle, versorgt, verbunden und glücklich, dann geht mir nichts so wirklich nahe, weil ich auf dem Platz der Fülle stehe. Im Gegenteil kann ich alles von außen ruhig betrachten und da lassen, wo es hingehört. Wenn ich mich aber bedürftig fühle, vernachlässig und schlecht versorgt, wenn ich vom Platz des Mangels aus schaue, dann ist vieles bedrohlich und beängstigend für mich. Das ist ja auch logisch – wer satt ist, neidet niemandem das Essen. Wem aber selbst der Magen knurrt, der kann nicht gut ertragen, dass andere essen.

Das hat weitreichende Auswirkungen, wie ich jeden Tag in den sozialen Medien sehe -Menschen, die im Mangel leben, neiden den Flüchtlingen selbst noch die Sammelunterkunft, weil moderne Legenden, die jedem gesunden Menschenverstand widersprechen, geglaubt und weitergegeben werden – etwa, dass jeder Flüchtling auf Kosten des deutschen Steuerzahlers bei Grenzübertritt in nagelneues iPhone erhält. Neid und  Missgunst wachsen, schlagen um in Hass und Fremdenfeindlichkeit, in Übergriffe und Wahlerfolge der AfD.

Damit wir einen klaren Kopf behalten und die Ereignisse unvoreingenommen betrachten können, müssen wir gut für uns sorgen. Wir müssen aufpassen, dass es uns gut geht, dass wir wissen, wer wir sind, wofür wir stehen. Und wir müssen einstehen für unsere Werte, sonst bleiben nur die Unzufriedenen auf der Straße.Das tun wir, indem wir uns nähren und schützen. Zeit mit Freunden verbringen. Viel in die Natur gehen. Gute Bücher lesen, meditieren und nicht vergessen, wer wir sind.

Lasst uns gut für uns selbst sorgen, auf dass wir für andere da sein können.