Lasst uns nett zu uns selbst sein!

Wir sind immer so überaus kritisch mit uns selbst. Ich kennen niemanden ( vielleicht Donald Trump, aber den kenne ich ja zum Glück auch nicht wirklich), der mit sich selbst nicht härter ins Gericht geht als jeder Außenstehende das tun würde.

Das betrifft auch unsere Art, uns selbst anzusehen, im Spiegel, in Schaufenstern oder wo auch immer. Wir neigen dazu, überkritisch unsere Erscheinung in kleine Häppchen zu zerlegen, mit denen wir dann unzufrieden sein können. Die Haare sitzen nicht. Die Hose ist zerknittert. Das Top unvorteilhaft. Wächst da schon wieder ein Haar auf dem Kinn? Hatte ich immer schon so große Ohren/soviele Falten am Hals/so einen schrumpeligen Ellbogen undsoweiterunsofort. Beobachtet mal genau eure Gedanken, wenn ihr euch anschaut.

Das ist nicht schön und das tut nicht gut. In diesen turbulenten Zeiten ist es wichtig, dass wir gut auf uns achten, damit wir im Gleichgewicht bleiben. Ein zugegebenermaßen zunächst klein erscheinender, aber in den Auswirkungen sicherlich sehr positiver Schritt ist der Vorschlag in dem heutigen Beitragsbild:

Lasst uns das genaue Gegenteil tun! Wenn wir uns selbst irgendwo erblicken (und sei es ihm Rückspiegel des Autos!), dann lächeln wir uns erstens selbst an und zweitens machen wir uns ein Kompliment. Aber ein großartiges, so eines, wie wir es uns von anderen wünschen (und dann oft genug nicht richtig beachten, wenn wir es bekommen). Worüber ist nicht wichtig, wichtig ist, dass es ein dickes Kompliment ist. Aussehen, Leistung, Charakter, das ist nicht wichtig. Aber es ist wichtig, dass es jedesmal ein anderes Kompliment ist. Ich weiß, dass das eine Herausforderung ist, weil wir ja alle gelernt haben, dass Eigenlob stinkt und nur das sittsame Veilchen im Moose im Gegensatz zu der stolzen Rose, die immer bewundert sein will, die wahre Tugend darstellt. Aber ihr werdet sehen, ihr bekommt schnell Übung. Und *pssst*: Es macht wahnsinnig viel Spaß und tut sowas von gut!!