Lasst uns in diesen schwierigen Zeiten nicht vergessen, was wirklich wichtig ist.

Die Welt wird immer beunruhigender – alleine der neue amerikanische Präsident hält uns mit immer neuen immer unvorstellbareren Aktionen in Atem und macht Angst davor, wie es weitergehen soll mit einem Irren an der Spitze der Weltmacht. Ganz zu schweigen von den sonstigen schlimmen Nachrichten, von Terroranschlägen bis zur Befindlichkeit rechter Gruppierungen in Deutschland. Das kann einem schon Sorgen machen.

Wenn ich merke, dass ich den Nachrichten verfalle, eine Seite nach der anderen aufrufe und die kalte Hand der Furcht mein Herz umfasst, dann halte ich ein. Schließe die Augen. Atme. Suche meinen Herzschlag, komme zu mir, lass mich zur Ruhe kommen. Und dann, wenn ich ruhig geworden bin, dann rufe ich mir alle die Dinge ins Gedächtnis, die mich glücklich machen und im Leben erfreuen. Meine Kinder, meine Freunde, meine Schamanenschwestern und -brüder, der Garten, die Sonne, das Laufen in der Natur, der Mond, die Vögel am Morgen, der Fuchs in der Nacht.

Viel von dem, was mir gut tut, hat mit der Natur zu tun, Pflanzen, Tiere, Steine, das Wasser, Seen, das Lichtspiel auf den Wegen. Das liegt daran, dass die Kräfte der Natur unberührt sind von unseren menschlichen Sorgen. Die Geister des Waldes, des Sees, der Felder, der Bäume und der Flüsse sind immer schon dagesessen. Lange bevor es Menschen gab und deswegen haben sie mit unseren Sorgen nicht das Mindeste zu tun. Sie werden auch noch dasein, wenn es uns nicht mehr gibt. Ich finde das wunderbar beruhigend – fast noch mehr als das Wissen, dass mein Leben nur ein Wimpernschlag in der Geschichte der Menschheit ist.

Wenn ich mich und meine Sorgen nicht so wichtig nehme, dann treffen mich die Nachrichten nicht mehr so. Und deswegen habe ich mir vorgenommen, mich diese nächste Woche ganz bewusst mit der Natur und ihren Geistern zu verbinden, um diese Bindung soweit zu stärken, dass sie mir in Zukunft leichter zur Verfügung steht und mich davon abhält, mir zu viele ungute Gedanken zu machen. Das wird mir leichtfallen, weil ich in den Bergen bin zum Skilaufen und daher von der wunderbarsten Natur und starken Naturgeistern umgeben bin. Aber auch ihr könnt das in dem Rahmen tun, der euch möglich ist. Ihr werdet sehen, wie gut das tut.

Lasst uns diese Woche das nutzen, was uns schon seit es Menschen gibt, nahe gewesen ist und uns genährt hat.