Lasst uns diese Woche in unser Herz blicken und schauen, was wir da finden!

Wir suchen den Sinn des Lebens, unsere Kraft und vor allem die Liebe oft außerhalb von uns, in anderen Menschen, Organisationen, der Kirche, in Retreats, Seminaren, Ausbildungen, Anleitungen, Büchern undsoweiterundsofort. Oft führt das nicht zu besonders befriedigenden Ergebnissen.

Das liegt wohl daran, dass wir eine grundlegende Wahrheit dabei verkennen: Die anderen, bei denen wir Erleuchtung, Anleitung oder Liebe suchen, sind nichts anderes als ein Spiegel unseres eigenen göttlichen liebenden Natur. Es geht mithin nicht darum, die Liebe oder die Erleuchtung in anderen zu suchen, so charismatisch und verführerisch sie auch sein mögen, sondern in uns selbst. Dieses Stadium auf unserem Weg ist ein schwieriges, weil wir es nicht gewohnt sind – es hat uns niemand beigebracht -, uns als göttlich, groß und liebend zu sehen. Wahre Liebe erfordert Disziplin, Hingabe und Geduld. Sie ist ein Pfad der persönlichen Meisterschaft und Hingabe, die nur möglich ist, wenn wir Mitgefühl und Vergebung für uns selbst aufbringen. Das ist deswegen so schwer, weil wir Liebe in der Regel nur für andere kennen, sie also zwischen Menschen geschieht, von gleich zu gleich. Es gibt aber noch die göttliche, immerwährende Liebe, nach der sich unsere Seelen sehnen, weil sie immerwährend und komplett unabhängig von Alter, Attraktivität, Geschlecht pp ist. Wenn wir diese Quelle für uns entdecken und fruchtbar machen können, dann sprudelt die Liebe für immer, für uns und durch uns für andere.

Wo finden wir nun diese Liebe? Das ist das Erstaunlichste daran: Sie wohnt in unserem Herz und drängt nach außen, bedingungslos und immerzu, wenn es uns geglückt ist, die bedingungslose Selbstliebe zu entdecken und zu praktizieren. Das Leben lädt uns fortwährend dazu ein – wir brauchen nur zu antworten. Ich höre schon, wie ihr fragt, was ich meine und wie das nun konkret aussehen soll. Mir ist auch immer wichtig, wie man etwas macht – was nützt die graue Theorie, wenn nicht klar wird, was konkret zu tun ist.

Meditation ist ein Weg (ich habe euch schon mal meine Morgenmeditation beschrieben, indem ich mich verbinde mit Erde und Himmel, fließt die Liebe durch mich), und auch Intention. Wenn ich mich hinstelle, meine Arme wie einen Kelch erhoben und mir vorstelle, dass dieser Kelch mit göttlicher Liebe gefüllt wird, dann kann ich spüren, wie die Liebe im Kelch aufsteigt, bis sie über den Ränder fließt. Und dass sie in Wahrheit aus meinem eigenen Herz kommt, wo diese unerschöpfliche Quelle sprudelt und sprudelt . jetzt und immerdar.

Ich wünsche uns allen eine Woche in steter Praxis der Selbstliebe – möge die schaumgeborene Aphrodite mit euch sein!